Wichtelgruppe U3 Kinder
Wohlfühlen von Anfang an- Betreuung unserer Kleinsten
„Wenn die einen finden, dass man groß ist, und andere, dass man klein ist, so ist man vielleicht gerade richtig.“
aus: Wir Kinder aus Bullerbü von Astrid Lindgren
Wir gehen davon aus, dass Kinder von Anfang an kompetente Akteure ihrer eigenen Entwicklung sind.
Sie gestalten ihre Bildung aktiv mit.
Diese Haltung bestimmt auch unser U3 Konzept: Wir verstehen uns als sensible Entwicklungsbegleiter, die an den Signalen der Kinder anknüpfen, sichere Beziehungen anbieten und anregende Lernumgebungen schaffen.
Die Räume
Unser Nestbereich der Wichtelkinder ist der Lebensraum Kita für unsere U3 Kinder.
Er bietet einen festen und sicheren “Hafen”, an dem unsere Jüngsten erstmal behutsam ankommen und die Lebenswelt Kita erleben können.
Es gibt verschiedene Bereiche, die zum Bewegen, Spielen, Entdecken und Ausruhen in einer kleinen Spielgruppe oder Allein einladen.
Für den Start in die Kita ist es wichtig, dass die Kinder erstmal viel Zeit haben, ihre Umwelt ungestört aus ihrem eigenen Bedürfnissen heraus, zu erkunden.
Das altersgerechte Spielmaterial spricht die ganzheitlichen Entwicklungsbedürfnisse und – Kompetenzen der Kinder an.
Eingewöhnung
Der sanfte Übergang des Kindes aus dem familiären Umfeld in den Kindergarten ist von großer Bedeutung.
Die uns anvertrauten Kinder sollen behutsam und vertrauensvoll ankommen und sich in unserer Kita wohl fühlen.
In unserem Modell der „Peer-Group-Eingewöhnung“ werden mehrere Kinder in Begleitung ihrer Eltern gleichzeitig eingewöhnt.
Die päd. Fachkräfte sind hier immer als wichtige neue Bezugspersonen und Ansprechpartner anwesend.
Es werden zwei kleine Gruppen gebildet, in denen sich die Eingewöhnungskinder kennenlernen.
Die Eltern bleiben vorerst noch sitzen, gemeinschaftlich in einem Nebenraum und können sich austauschen. Die Kinder bleiben beim Elternteil sitzen oder entdecken bereits den Spielraum, mit den anderen Kindern und Fachkräften.
Die Eltern sitzen ca. 1-2 Wochen im Nebenraum. In dieser Zeit werden schon die ersten Trennungsversuche gestartet. Die Zeiträume der Trennungen werden nach und nach verlängert und auch schon die ersten Verabschiedungen eingeführt.
Die beiden kleinen Eingewöhnungsgruppen bleiben solange bestehen, bis die meisten Kinder den Zeitraum über ohne ihre Eltern verbringen können.
Dann wird schrittweise ein Übergang zu der anderen Kindergruppe geschaffen und die Zeiten werden verlängert, bis über den gesamten Vormittag.
Pädagogischer Alltag
Für die Kinder in diesem Alter ist ein individueller Tagesablauf sehr wichtig.
Besonders die Ruhe und Schlafphasen werden an die Bedürfnisse der Kinder angepasst.
Die Kinder wachsen langsam in den bestehenden Tagesablauf hinein, welcher für alle Kinder wichtige Strukturen und Rituale enthält:
- Individuelle Begrüßung des Kindes
- Freies Spiel in verschiedenen Spielbereichen
- freie Frühstücksmöglichkeit
- Kleiner Morgenkreis
- freie Frühstücksmöglichkeit und evtl. gemeinsamer Besuch des Frühstückstisches
- Verschiedene Bildungsangebote (z.B. Kreatives, Backen, Vorlesen, religiöse Gesprächskreise und anderes)
- Spaziergang in die Umgebung oder Spielplatz
- gemeinsames Mittagessen oder Spiel
- Schlaf- und Ruhezeit
- Freies Spiel in verschiedenen Spiel- und Bildungsbereichen der Kita
Mahlzeiten
Die U3 Kinder nehmen Frühstück und Mittagessen in der ruhigen Atmosphäre eine Kleingruppe ein.
Am Vormittag oder in der Mittagszeit sind einige der Kinder schon müde und wollen schlafen, diese Kinder essen im Anschluss an ihre Schlafenszeit.
Am Nachmittag erhalten die Kinder je nach Bedarf nochmal ein kleine Mahlzeit.
Ruhe und Schlafen
Im gesamten Tagesablauf werden bei uns Möglichkeiten für Ruhephasen geschaffen, da die Kinder nach einer Zeit des Spielen, Entdecken und Bewegen eine Pause benötigen um neue Kräfte zu sammeln.
Die Räumlichkeiten für die kleinsten Kinder unserer Einrichtung sind daher für das aktive Spiel wie auch für Rückzugsmöglichkeiten entsprechend ausgerichtet. Es steht ein separater Schlafraum für den Vormittags- oder Mittagschlaf der Kinder zur Verfügung.
Beziehungsvolle Pflege
In der Regel werden Kinder von ganz allein sauber und trocken, sobald die Funktionen und Strukturen des Körpers ausgereift sind.
Die pädagogischen Fachkräfte begleiten und unterstützen gemeinsam mit den Eltern die Kinder auf dem Weg zur Sauberkeit. Die entsprechende, ungeteilte und geschützte Aufmerksamkeit, in Form der beziehungsvollen Pflege, die ein Kind beim Wickeln oder der Körperpflege erfährt, trägt zum Aufbau und zur Festigung der gegenseitigen, vertrauten Beziehung zwischen Kind und Bezugserzieherin bei. Die Pflege wird begleitet von dem Recht des Kindes, sich die Pflegeperson auszuwählen, von kleinen, begleitenden Liedern und Gesprächen sowie von gewünschten, respektvollen und beziehungsvollen Berührungen.
